Galaxus, Hamburg

Klimaneutralität, Emissionsanalyse, Grüne Energie, Retourenvermeidung, Suchfunktion für nachhaltige Produkte
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CO2 eingespart

Die Galaxus Deutschland GmbH ging mit ihrem Onlineshop im November 2018 in Deutschland online. Der Hauptsitz der Ländergesellschaft des Schweizer E-Commerce-Marktführers Digitec Galaxus AG befindet sich in Hamburg, in Krefeld das Logistikzentrum. Im Onlineshop vertreibt Galaxus diverse Qualitätsprodukte – das Sortiment ist entsprechend vielfältig und reicht von Unterhaltungselektronik bis Beauty & Gesundheit.

Ziel Klimaneutralität: Reduzierung der Emissionen um 50% bis 2030

In Sachen Klimaschutz hat sich der Versandhändler strenge Regeln auferlegt und eine ausgeklügelte Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt. Das längerfristige Ziel ist Klimaneutralität. Um dieses zu erreichen, verpflichtet sich das Unternehmen in einem ersten Schritt, die Klimagasemissionen innerhalb der nächsten sieben Jahre um 50 Prozent zu reduzieren. Außerdem wird der betriebseigene ökologische Fußabdruck seit 2022 zu 100 Prozent kompensiert. Weil Kompensation allerdings keine dauerhafte Lösung ist, plant Galaxus bereits den nächsten Schritt – der Onlinehändler will seinen Klimafußabdruck bis 2050 auf Netto-Null absenken.

Schrittweise Nachhaltigkeitsstrategie seit 2020

Die Klimagasemissionen des eigenen Unternehmens um die Hälfte reduzieren und später klimaneutral zu werden – das ist schon ein ambitioniertes Ziel. Galaxus geht aber noch einen Schritt weiter und verfolgt seit 2020 eine Nachhaltigkeitsstrategie, bei der sich das Unternehmen der Science Based Target Initiative (SBTI)  verpflichtet. Das bedeutet, dass nicht nur Emissionen der eigenen Betriebsabläufe betrachtet werden, sondern die gesamte Wertschöpfungskette. Diese beinhaltet die Rohstoffgewinnung, Produktion, Lieferung und Verkauf bis hin zur Entsorgung der Produkte. Galaxus muss also auch sicherstellen, dass die Hersteller der Produkte und die Zulieferer ihre Unternehmen klimaneutral umstellen. Bis zum besagten Ziel ist es allerdings noch ein weiter Weg. Hier fungiert die Kompensation von Emissionen als Übergangslösung.

Erst analysieren, dann handeln

Um die Emissionen zu halbieren, muss man sie allerdings erst einmal analysieren. Galaxus hat nicht nur den Klimafußabdruck des gesamten Unternehmens berechnet, sondern auch die emissionsstärksten Unternehmensbereiche identifiziert. Denn nur wer weiß, wo die großen Klima-Baustellen liegen, kann sie auch proaktiv angehen. So hat sich herausgestellt, dass ein Großteil der Emissionen beim Verpackungsmaterial entsteht. Aus diesem Grund sind die Kartons bei Galaxus jetzt braun anstatt weiß, um Material bei der Beschichtung zu sparen, und das Papier kommt nun aus näher gelegenen Fabriken, um Wege zu sparen. Allein im Jahr 2022 konnte der Onlinehändler so insgesamt über 200 Tonnen CO2 einsparen. Das neue Paketdesign verfügt außerdem über mehr Höhenriller. Somit können die Kartons passgenauer gefaltet werden, um überflüssigen Hohlraum in den Paketen zu vermeiden und eine optimierte Beladung von Transportfahrzeugen zu ermöglichen. Mit diesen Maßnahmen will Galaxus seine verpackungsbedingten CO2-Emissionen pro Versand um 1.2% pro Jahr reduzieren.

Nachhaltige Kriterien im Suchfilter des Onlinehandels

Für Kund:innen, die einen besonderen Fokus aus den Kauf nachhaltiger Produkte legen, hat Galaxus in der Suchfunktion seines Onlineshops eine extra Filterfunktion eingerichtet. So können viele Produkte nach Kriterien wie Nachhaltigkeit, Tierfreundlichkeit und Umweltauswirkung ausgesucht und Konsumentscheidungen klimabewusster gestaltet werden.

Wichtige Stellschraube grüne Energie

Auch Onlineshops verbrauchen viel Energie für Strom und Heizung – dementsprechend viel CO2 lässt sich hier einsparen. Daher hat sich Galaxus zum Ziel gesetzt, seinen Verbrauch auf nachhaltige Energiequellen umzustellen. Seit 2022 laufen alle Stromverträge bei Anbietern erneuerbarer Energien. Beim Bau neuer Standorte ist Energieeffizienz zudem einer der planerischen Schwerpunkte. Bei der Wärmeerzeugung geht es etwas langsamer voran, denn die Umstellung bei den Versorgern ist investitionsintensiv und langwierig. Dennoch will das Unternehmen die CO2-Emissionen durch Wärmeerzeugung bis Ende 2025 um 25.2% gegenüber 2019 reduzieren. Ein erster Schritt auf dem Weg dahin ist die Absenkung der Raumtemperaturen in den Büros, Shops und Lagerhallen um ein bis Grad. Jedes Grad weniger spart 6% Energie.

CO2-Emissionen einsparen dank Homeoffice

Anhand einer Umfrage zum Mobilitätsverhalten der Galaxus-Mitarbeitenden hat das Unternehmen die CO2-Emissionen der Arbeitswege berechnet. Dabei kam heraus, dass ein großes Einsparpotenzial in den zurückgelegten Pendelkilometern mit Bus und Auto liegt. Die pandemiebedingten Homeoffice-Regelungen wurden deshalb beibehalten – Mitarbeitende von Galaxus können weiterhin von zu Hause arbeiten, sofern die Umstände es zulassen. Für Geschäftsreisen gilt der Einsparplan ebenfalls: Meetings per Videocall und weitere digitale Kommunikations-Tools ermöglichen es heute, Geschäftsreisen mit dem Flieger oder Auto zu minimieren.

Niedrige Retourenquote: Umgetauschte Ware kommt zurück in den Shop

Galaxus hält die Anzahl seiner Retouren bewusst niedrig. Eine wesentliche Rolle spielen hier die vielen detaillierten Produktdaten, eine qualitativ hochwertige Ware und Produkttests, die Kund:innen die nötige Orientierung beim Kauf bieten. Wenn Kund:innen dennoch Produkte zurückschicken, gelangen diese geprüft und neu verpackt wieder in den Shop. Lediglich Garantiefälle und nötige Reparaturen werden aussortiert. So wird verantwortungsvoll mit Rücksendungen umgegangen – beschädigte Ware wird repariert, umgetauschte Produkte in einwandfreiem Zustand finden ihren Weg zurück in den Verkauf statt in den Müll.

Auf seiner Webseite berichtet das Unternehmen regelmäßig über die betrieblichen Nachhaltigkeitsziele. Hier finden Sie weitere Beiträge zum Thema Klimaschutz bei Galaxus:

HDE Klimaschutzoffensive Galaxus BP Nachhaltigkeit